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14 August 2009

Die Bedeutung der Schwellenländer wächst

Auch ohne „Abkopplungsmythos“: Emerging Markets im aktuellen Marktzyklus gut positioniert

Die Experten von J.P. Morgan Asset Management sind überzeugt, dass Anleger Investitionen in Schwellenländer zukünftig stärker in ihrer Allokation berücksichtigen sollten. Denn die aufstrebenden Märkte erbringen bereits heute einen signifikanten Beitrag zur globalen Wirtschaftsleistung. Auf Basis historischer Wachstumsraten haben sie die Industriestaaten in den vergangenen Jahren deutlich übertroffen, und es ist davon auszugehen, dass ihre Bedeutung weiter zunehmen wird. Verglichen damit ist ihr Anteil an der globalen Marktkapitalisierung jedoch noch sehr gering und in vielen Portfolios sind sie deutlich unterrepräsentiert. Auch wenn nach den Marktturbulenzen des letzten Jahres viele Anleger ihre Risikopositionen nur vorsichtig wieder aufbauen: Die langfristigen Argumente für Schwellenländer sind so überzeugend, dass Investoren diese Anlageklasse nicht ignorieren sollten:

  • Die aufstrebenden Regionen stellen 80 Prozent der Weltbevölkerung und 50 Prozent aller weltweiten Bruttoinlandsprodukte (BIP) – aber nur 10 Prozent des weltweiten Aktienmarktwerts. Langfristig werden sie für die weltweiten Kapitalmärkte jedoch zunehmend wichtiger werden, ebenso wie sie es zurzeit für das globale Wirtschaftswachstum sind. In der Folge sollte sich das erhebliche Gefälle zwischen dem Anteil der Schwellenländer am globalen BIP und ihrem Anteil an der weltweiten Marktkapitalisierung weiter verringern.
  • Diese Entwicklung folgt in vielen der aufstrebenden Ländern einem typischen Muster: Am Anfang steht die Verstädterung, die das Wachstum im verarbeitenden Gewerbe und die Infrastrukturnachfrage aktiviert. Dies führt zu steigenden Einkommen und steigert den Binnenkonsum.
  • Vom weltweiten Infrastruktur-Boom könnten viele Schwellenländer gar doppelt profitieren: Für Investitionen in Infrastruktur werden Rohstoffe benötigt, und ein Großteil der weltweiten Vorkommen befindet sich in den Emerging Markets. Wenn im Zuge einer Erholung der Weltwirtschaft die Rohstoffpreise wieder steigen, sollte dies den Schwellenländern zugute kommen. Parallel nimmt der Binnenkonsum stetig zu, was die Exportabhängigkeit der Schwellenländer reduziert.
  • So sind die Schwellenmärkte im aktuellen Konjunkturzyklus gut positioniert. Dank erheblicher Fremdwährungsreserven und wirtschaftlicher Stabilität haben sie deutlich mehr Spielraum für geld- und fiskalpolitische Maßnahmen als die Industrienationen. Daher überrascht es nicht, dass ein ungewohnt hoher Anteil der weltweiten Stimuli aus den Emerging Markets kommt.

Trotz der großen Wachstumsdynamik ist ein Investment in Schwellenländeraktien allerdings noch immer mit mehr Risiken verbunden als eine Anlage in den entwickelten Märkten: Höhere Schwankungen, geringere Liquidität und stärkere Reaktionen auf Marktveränderungen sollten Anleger in den Emerging Markets nicht überraschen. Die Finanzkrise verdeutliche zudem, dass sich die Volkswirtschaften und Aktien der Schwellenländer in 2008 nicht komplett von der Weltwirtschaft abkoppeln konnten. Doch nach der Outperformance der Emerging Markets in diesem Jahr zu urteilen haben die Anleger erkannt, dass die Schwellenländer mit den eigentlichen Ursachen der Finanzkrise wenig zu tun hatten.

Aufgrund der vielfältigen Wachstumsfaktoren ergeben sich für aktive Portfoliomanager in den globalen Schwellenländern attraktive Ertragsmöglichkeiten. J.P. Morgan Asset Management ist mit über 35 Jahren Erfahrung in dieser Anlageklasse ein bewährter Partner für Emerging Markets-Aktien. Die Portfolios profitieren von der breiten Expertise der über 40 Investmentspezialisten, die die Märkte von Buenos Aires bis Taipeh direkt vor Ort beobachten.

Nach der starken Entwicklung der letzten Monate stellt sich Anleger nun vielleicht die Frage, ob es für den Einstieg an den Schwellenmärkten nicht bereits zu spät sei: Natürlich sind die Bewertungen nicht mehr so günstig wie auf dem Höhepunkt der Krise. Dennoch sind die Schwellenländer-Aktien basierend auf verschiedenen Bewertungskennziffern weiterhin attraktiv bewertet – besonders unter dem Gesichtspunkt, dass die überzeugende Wachstumsstory der Schwellenländer sich mittel- bis langfristige entwickeln sollte. Investoren sollten deshalb einen entsprechenden Anlagehorizont haben.

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