Asset Allocation Views | J.P. Morgan Asset Management

Each quarter, the J.P. Morgan Multi-Asset Solutions team holds a two-day-long Strategy Summit where senior portfolio managers and strategists debate current asset allocation views and establish key global themes. Those views will be reflected across multi-asset portfolios managed by the team. Our 3Q 2016 Asset Allocation Views represent the output of this meeting.

Zusammenfassung

Trotz einer schwierigen ersten Jahreshälfte an den Märkten bleibt der weltweite Ausblick für 2018 positiv. Zwar hat das Wachstum nachgelassen, es ist jedoch weiterhin überdurchschnittlich und angesichts der weniger ausgereizten Erwartungen und Bewertungen rechnen wir in der zweiten Jahreshälfte mit potenziell höheren Anlageerträgen.

Während sich die Anleger vor einiger Zeit noch Sorgen um eine über das Ziel hinausschießende Inflation und dadurch aggressivere Zinserhöhungen machten, stehen nun Befürchtungen über schwächeres Wachstum und damit verbunden geringere Unternehmensgewinne im Vordergrund. Vor diesem Hintergrund stellen Anleihen eine effektive Absicherung des Portfolios dar. Da die Realrenditen steigen, ist es weniger kostspielig, Anleihen im Portfolio zu halten.

Wir sind in Aktien leicht übergewichtet, wobei wir Titel aus den USA und den Schwellenländern bevorzugen. Wir schließen unsere Untergewichtung in Anleihen und sind bezüglich Unternehmensanleihen und Barmitteln neutral gewichtet. Das nachlassende Weltwirtschaftswachstum hat dazu geführt, dass wir unsere risikoorientierte Ausrichtung etwas reduziert haben. Unsere Engagement im Anleihenmarkt gleicht das Risiko jedoch größtenteils aus.

Wenn man sich die Entwicklung der Märkte, so muss man sagen, dass 2018 bislang den Erwartungen vom Januar 2018 zuwiderläuft. Zu Jahresbeginn war alles noch ganz klar: Das koordinierte globale Wachstum und die hohen Gewinne würden zu Kursgewinnen in der ersten Jahreshälfte führen, bevor die steigenden Zinsen der positiven Entwicklung letztlich ein Ende machten und eine schwierigere zweite Jahreshälfte einläuten würden. Jedoch stagnierten per Ende Mai die Gesamterträge seit Jahresbeginn bei globalen Aktien. Die USA legten um 2 % zu, während der Rest der Welt um 2 % nachgab. Die Renditen zehnjähriger US-Papiere stiegen um 50 Basispunkte (Bp.), während ihre deutschen Pendants im Grunde seitwärts tendierten. Man könnte beinahe der Ansicht sein, dass die zweite Jahreshälfte sechs Monate zu früh eingetreten sei.

Was ging schief? Zwar hat das Wachstum nachgelassen, jedoch liegt es weiterhin über dem Durchschnitt. Die Gewinne waren gut. Natürlich haben geopolitische Spannungen und Risiken für den globalen Handel zugenommen, das makroökonomische Umfeld bietet im Allgemeinen allerdings günstige Bedingungen für Risikoanlagen. Unseres Erachtens ergaben sich die schwierigen Marktbedingungen in der ersten Jahreshälfte zum Teil durch eine Entspannung bei der überhitzten Stimmung und den ausgereizten Bewertungen. Die Wachstumsaussichten für den Rest des Jahres 2018 sind solide, und da die Geldpolitik weiterhin expansiv ist und die Investoren ihre Erwartungen auf realistischere Niveaus heruntergeschraubt haben, gehen wir davon aus, dass sich die Erträge in der zweiten Jahreshälfte verbessern könnten. Eine Lehre sollten wir jedoch aus den letzten sechs Monaten ziehen: Im Spätzyklus anzulegen erlaubt keine Selbstzufriedenheit und schon gar keinen Überschwang.

Für die kommenden sechs Monate rechnen wir mit einem stabilen, überdurchschnittlichen Wachstum, ausgewogenen Inflationsrisiken und der allmählichen Einstellung der expansiven Maßnahmen der Zentralbanken. Jedoch dürften gelegentlich Sorgen im Hinblick auf Handel, Geopolitik und der Dauer dieser Expansion zum Vorschein kommen. Eine pragmatische Anerkennung der Risiken in einem im Grunde positiven Basisszenario ist wahrscheinlich ein besserer Hintergrund für die Märkte als die überschwängliche Stimmung im Januar.

Das Risiko einer Rezession ist immer noch recht niedrig – insbesondere, wenn man die Dauer der US-Expansion bedenkt. Ebenfalls ist es historisch gesehen ungewöhnlich, dass bei einer expandierenden Wirtschaft Aktien für längere Zeit hinter den Erwartungen zurückbleiben. Zusätzlich sind die Erwartungen wieder auf ein vernünftigeres Niveau zurückgekehrt. Daher sollten die Aktienmärkte besser auf günstige Daten reagieren – wenn auch langsamer als in der zweiten Jahreshälfte 2017.

In der ersten Jahreshälfte kam es auch zu einer subtilen Neuausrichtung im Denken der Investoren. Sie befürchten inzwischen weniger eine über das Ziel hinausschießende Inflation als ein hinter den Erwartungen zurückbleibendes Wachstum. Zwar hat die steigende US-Inflation möglicherweise die Korrektur im Februar bewirkt; Investoren scheinen sich inzwischen jedoch mehr über Wachstumsrisiken wie den Ölpreis, die Stärke des US-Dollars sowie politische Spannungen der Eurozone, Sorgen zu machen als über die Inflation. Um es klar zu sagen: Diese Risiken sind Extremrisiken. Da aber die Anleger ihre Befürchtungen von Inflationsrisiken auf Wachstumsrisiken verlagern, gewinnt das Argument für Anleihen in unseren gemischten Portfolios an Attraktivität.

Dies erlaubt uns Spielraum, um eine konstruktive Einschätzung beizubehalten, wobei wir uns aber bewusst sind, dass die Extremrisiken leicht zunehmen. Wir haben immer noch eine positive Einschätzung für Risikoanlagen, dies aber mit einer geringfügig niedrigeren Überzeugung. Da die höheren Renditen der US-Staatsanleihen die Inflationsrisiken besser widerspiegeln, können wir unser Portfoliorisiko mit etwas mehr Anleihenengagements ausgleichen, anstatt einfach die Übergewichtungen in Aktien zu reduzieren. Wir sind nämlich der Auffassung, dass sich die Aktienmärkte inzwischen wieder gefangen haben. An einer moderaten Übergewichtung in Aktien halten wir fest, schließen aber unsere Untergewichtung in Anleihen, und was Anleihen und Barmittel betrifft, sind wir weiterhin neutral gewichtet.

Bei den Aktienmärkten bevorzugen wir die USA und die Schwellenländer. Wir rechnen mit einem weiteren Gewinnpotenzial bei US-Titeln und einem günstigen Technologiesektor. Schwellenländeraktien werden durch die Erholung des US-Dollar in der ersten Jahreshälfte belastet. Da sich diese Entwicklung jedoch wieder legt, glauben wir, dass das überdurchschnittliche Wachstum in vielen Schwellenländern den Gewinnen Auftrieb verleihen wird. Im Gegensatz dazu erwarten wir, dass die Aktien der Eurozone in der zweiten Jahreshälfte etwas zu kämpfen haben werden. Der Grund: Europas Wachstumsvorsprung von 2017 lässt nach und die politischen Risiken stellen eine unerwünschte Ablenkung dar.

Bei Staatsanleihen rechnen wir damit, dass Länder mit höheren Renditen wie die USA und Australien deutsche Bundesanleihen und kanadische Staatsanleihen überflügeln werden. Britische Gilts könnten sich trotz ihrer bescheidenen Renditen ebenfalls recht gut entwickeln, da die Unsicherheit des Brexits die Wirtschaft belastet. Bei den Unternehmensanleihen muss vor allem die Verschuldung der Unternehmen im Auge behalten werden. Da aber das Risiko für eine Rezession niedrig ist, sehen wir sie nicht als eine starke Einschränkung und gehen für die Anlageklasse von niedrigen, aber positiven Erträgen aus.

Die Kapitalmarkterträge sollten in der zweiten Jahreshälfte besser sein als in der ersten. Die Anfälligkeit gegenüber Gefahren für das Wirtschaftswachstum nimmt jedoch zu. Die Rückkehr der Renditen kurzlaufender US-Staatsanleihen zum positiven Terrain bedeutet eine größere Hürde für Anlagen in Risikoanlagen. Ebenso bedeuten die höheren Renditen von Anleihen, dass die Risikostreuung von Risikoanlagen in Portfolios weniger kostspielig ist. US-Renditen von rund 3 % scheinen die Erträge von Aktien weniger stark zu belasten als befürchtet. Tatsächlich könnten sie die Investoren sogar vorerst darin bestätigen, an an ihem Engagement in Risikoanlagen festzuhalten, während die Wirtschaft in spätere Phasen eintritt.

Zentrale Themen und deren Auswirkungen


Quelle: J.P. Morgan Asset Management Multi-Asset Solutions; Stand der Daten: Mai 2018. Nur zur Veranschaulichung.


Einschätzungen zur aktiven Allokation

Diese Einschätzungen zu den Anlageklassen beziehen sich auf einen Zeithorizont von 12 bis 18 Monaten. Auf-/Ab-Pfeile stehen für eine positive (▲) oder negative (▼) Veränderung der Einschätzung seit dem letzten vierteljährlichen Strategiegipfel. Diese Einschätzungen sind nicht als Empfehlung für ein Portfolio zu verstehen. Diese Zusammenfassung unserer Einschätzungen der individuellen Anlageklassen spiegelt unseren Überzeugungsgrad und unsere relativen Präferenzen in einem breiten Spektrum von Anlageklassen wider, ist aber unabhängig von Überlegungen im Hinblick auf den Portfolioaufbau.

Quelle: J.P. Morgan Asset Management Multi-Asset Solutions; die Einschätzungen basieren auf Daten und Informationen, die bis zum Mai 2018 vorlagen. Nur zur Veranschaulichung.






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John Bilton

 








Leiter des Globalen Strategieteams der Multi-Asset Solutions Group




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John Bilton


 

Head of the Global Strategy Team for the Multi-Asset Solutions Group.


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