Asset Allocation Views | J.P. Morgan Asset Management

Each quarter, the J.P. Morgan Multi-Asset Solutions team holds a two-day-long Strategy Summit where senior portfolio managers and strategists debate current asset allocation views and establish key global themes. Those views will be reflected across multi-asset portfolios managed by the team. Our 3Q 2016 Asset Allocation Views represent the output of this meeting.

Zusammenfassung

Die Weltwirtschaft hat sich abgekühlt und die Handelskonflikte führen zu steigenden Abwärtsrisiken für unsere Prognose eines etwas unterhalb des Trendniveaus liegenden Wachstums. Gleichzeitig glauben wir nicht, dass der Handelsschock in den USA tatsächlich zu einer Rezession führen wird und betrachten die Signale des Anleihemarkts mit Vorsicht.

Aktien werden von uns weiterhin leicht untergewichtet und wir ziehen es vor, Risikopositionen in Carry-Anlagen wie etwa Anleihen einzugehen und die Liquiditätsrisiken nach wie vor nicht außer Acht zu lassen. Aktienbewertungen könnten durch eine expansivere Geldpolitik leicht gestützt werden. Wir befinden uns jedoch weiterhin in einem spätzyklischen Umfeld und sehen kein starkes Gewinnpotenzial. Die Duration wurde angesichts der Bewertungen von einer Übergewichtung auf eine neutrale Gewichtung herabgestuft.

US-Aktien geben wir weiterhin den Vorzug vor europäischen Aktien. Unsere Vorliebe für Schwellenländeraktien haben wir aufgrund der schwachen Gewinnaussichten und den Abwärtsrisiken durch die Handelsspannungen jedoch zurückgefahren. Auf den Anleihemärkten bevorzugen wir immer noch US-Staatsanleihen und mit steigendem Risiko eines harten Brexit haben wir britische Staatsanleihen hochgestuft.


2019 WAR BISHER EIN JAHR DER SUPERLATIVE. Die stärkste Aktienrally in einem Januar seit 1987, die niedrigste Anzahl wöchentlicher Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA seit 1969, die bisher niedrigste Rendite deutscher Bundesanleihen überhaupt sowie der längste Wirtschaftsaufschwung in der Geschichte der USA. Weniger zielführend waren die schlechtesten Produktionsdaten in der Eurozone seit der Staatsschuldenkrise, die flachste US-Zinskurve seit der globalen Finanzkrise sowie die höchsten Zölle seit 50 Jahren – der Handelsstreit wirkt sich spürbar auf die Kapitalmärkte und die globalen Wirtschaftsaussichten aus.

Wir gehen in den kommenden zwölf Monaten weiter von einem positiven aber wenig eindrucksvollen globalen Wachstum und einer geringen Wahrscheinlichkeit einer Rezession aus. Unsere Hoffnungen auf eine ansehnliche Belebung der Wirtschaftsaktivität in der zweiten Jahreshälfte – vor allem beim Handel und den Investitionen – schwinden jedoch und das globale Wachstum könnte im Gesamtjahr am Ende etwas unterhalb des Trendniveaus liegen. Die Rezessionsrisiken sind sicher höher als zu Beginn des Jahres, wie ein kurzer Blick auf die invertierte US-Zinskurve verdeutlicht. Angesichts des robusten Arbeitsmarkts und stabiler Bilanzen der Privathaushalte besteht jedoch mittelfristig nur ein relativ geringes Risiko eines Rückgangs – zumindest auf Grundlage der Wirtschaftsdaten. Langfristig könnte sich die Risikolage jedoch verschlechtern.

Bei den Risiken springt vor allem der Handelsstreit ins Auge. Eine Eskalation würde die globalen Wirtschaftsaussichten deutlich gefährden. Die gemäßigte Haltung der US-Notenbank Fed gegenüber den US-Zinsen ist unter anderem auf das Risiko eines negativen Wachstumsschocks zurückzuführen. Ein weniger stichhaltiger aber ebenso triftiger Grund für die erneut gemäßigte Haltung sind die schwachen Inflationsdaten in diesem Jahr. Die Erwartungshaltung bezüglich der Zinsen hat einen tiefgreifenden Wandel hinter sich, und die Märkte preisen zurzeit in Abwesenheit einer globalen Finanzkrise die schnellsten Zinssenkungen seit über 30 Jahren ein. Das ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass der Markt vor nur sechs Monaten noch Zinserhöhungen einpreiste und die gemäßigte Grundhaltung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in den USA mit dem stärksten BIP im ersten Quartal seit vier Jahren zusammenfiel.

Der Ausblick auf die Geldpolitik hat sich deutlich entspannt. Die Zinsen selbst haben sich aber noch nicht bewegt. Wir sind der Ansicht, dass der Markt das Tempo der Zinssenkungen überbewertet. Wenn die Inflation verhalten bleibt, sind Zinssenkungen „zur Sicherheit“ auf jeden Fall möglich. Aber der Gedanke, dass die Fed die Zinsen aggressiv senken könne, wenn sich die Wachstumserwartungen nicht weiter reduzieren, ist weit gefehlt. Unserer Ansicht nach ist eine lockere Geldpolitik für Risikoanlagen nicht durchweg positiv. Sie drückt den Nenner der aktuellen Wertberechnung nach unten und trägt nur wenig zum Zähler – den Gewinnen – bei, der weiterhin einer stagnierenden globalen Industrieaktivität unterworfen bleibt.

Im Augenblick könnte sich die Trump-Regierung angesichts der Widerstandsfähigkeit des Aktienmarkts ermutigt fühlen, ihre Handelspolitik zu verschärfen. Das Vertrauen der Unternehmen und die Gewinne würde dies aber sicherlich schmälern. Am oberen Ende werden Aktien- und Anleiherenditen hierdurch wahrscheinlich gedeckelt, während eine lockere Geldpolitik und eine bei einem starken Aktienrückgang voraussichtlich abgemilderte Handelspolitik am unteren Ende zu einer Untergrenze führen dürften. Selbst wenn ein Handelsabkommen bevorsteht, ist dies wahrscheinlich begrenzt. Noch unwahrscheinlicher ist es, dass es die jüngst offen zutage getretenen strategischen Unstimmigkeiten zwischen Washington und Peking aus der Welt schaffen wird.

Unsere Asset Allokation bringt diese verhaltene Stimmung zum Ausdruck. Mit Unterstützung unserer quantitativen Modelle und aufgrund unserer Ansicht, dass sich Aktien in der Nähe des oberen Endes der Handelsspanne befinden, behalten wir unsere moderate Untergewichtung von Aktien bei. Zugleich nehmen wir ein weiterhin positives Wachstum und eine lockere Geldpolitik zur Kenntnis, die zusammengenommen unsere Übergewichtung von Anleihen unterstützen. Wir berücksichtigen aber auch, dass das Liquiditätsrisiko mit voranschreitendem Konjunkturzyklus irgendwann schwerer wiegt als der attraktive Carry.

Aufgrund des Rückgangs der Anleiherenditen wurde die Duration von einer Übergewichtung auf eine neutrale Gewichtung herabgestuft. Nahezu ein Viertel der globalen Staatsanleihen rentiert unter null. Daher glauben wir, dass sich die Renditen am unteren Ende ihrer Spanne für eine faire Bewertung befinden, wenn sich das globale Wachstum nicht verschlechtert. Auf regionaler Ebene bevorzugen wir sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen immer noch die USA. Speziell bei US-Large-Caps haben wir leicht optimistische Gewinnerwartungen. In Europa bleibt die Lage weniger günstig und unsere Aussichten für Schwellenländeranlagen haben sich abgekühlt, da die Unwägbarkeiten beim Handel in diesen Volkswirtschaften für hartnäckigen Gegenwind sorgen.

Insgesamt verdeutlicht dies die verhaltenen makroökonomischen Aussichten, höhere Extremrisiken und fehlende Relative-Value-Chancen, bis auf die von uns bevorzugten Anlagen aus den USA. In den kommenden Monaten dürfte die Stimmung zwischen der Hoffnung auf eine Erholung des Wachstums und einem Rückgang der Zinsen schwanken. Auch die vor zunehmenden Handelsspannungen dürfte dabei eine Rolle spielen. Dabei werden Chancen entstehen, wobei die makroökonomische Agenda von der Geopolitik bestimmt sein wird. Die Allokation wird daher nicht nur von den Fundamentaldaten sondern ebenso vom richtigen Zeitpunkt abhängen.

Zentrale Themen und deren Auswirkungen


Quelle: J.P. Morgan Asset Management Multi-Asset Solutions; Stand der Daten: Juni 2019. Nur zur Veranschaulichung.


Einschätzungen zur aktiven Allokation

Diese Einschätzungen zu den Anlageklassen beziehen sich auf einen Zeithorizont von 12 bis 18 Monaten. Auf-/Ab-Pfeile stehen für eine positive ( ▲ ) oder negative (▼ ) Veränderung der Einschätzung seit dem letzten vierteljährlichen Strategiegipfel. Diese Einschätzungen sind nicht als Empfehlung für ein Portfolio zu verstehen. Diese Zusammenfassung unserer Einschätzungen der individuellen Anlageklassen spiegelt unseren Überzeugungsgrad und unsere relativen Präferenzen in einem breiten Spektrum von Anlageklassen wider, ist aber unabhängig von Überlegungen im Hinblick auf den Portfolioaufbau.

Quelle: J.P. Morgan Asset Management Multi-Asset Solutions; die Einschätzungen basieren auf Daten und Informationen, die bis zum Juni 2019 vorlagen. Nur zur Veranschaulichung. Eine Risikostreuung garantiert keine Erträge und beseitigt nicht das Verlustrisiko. Eine Diversifikation von Investitionsmöglichkeiten und Anlageklassen kann dazu beitragen, die Gesamtvolatilität zu reduzieren.






WICHTIGE HINWEISE

Das „Market Insights“ Programm bietet umfassende Informationen und Kommentare zu den globalen Märkten auf produktneutraler Basis. Das Programm analysiert die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftsdaten und veränderten Marktbedingungen, um Kunden einen besseren Einblick in die Märkte zu vermitteln und fundierte Anlageentscheidungen zu fördern. Für die Zwecke von MiFID II sind das J.P. Morgan Asset Management „Market Insights“ und „Portfolio Insights“ Programm eine Marketingkommunikation und fallen nicht unter MiFID II / MiFIR Anforderungen, die in Zusammenhang mit Research stehen. Darüber hinaus wurden das J.P. Morgan Asset Management „Market Insights“ und „Portfolio Insights“ Programm als nicht unabhängiges Research nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen erstellt, die zur Förderung der Unabhängigkeit von Research dienen. Sie unterliegen auch keinem Handelsverbot vor der Verbreitung von Research. Die in diesem Dokument geäußerten Meinungen stellen weder eine Beratung noch eine Empfehlung für den Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar, noch sichert J.P. Morgan Asset Management oder eine seiner Tochtergesellschaften zu, sich an einer der in diesem Dokument erwähnten Transaktionen zu beteiligen. Sämtliche Prognosen, Zahlen, Einschätzungen oder Anlagetechniken und -strategien dienen nur Informationszwecken, basierend auf bestimmten Annahmen und aktuellen Marktbedingungen, und können jederzeit ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Alle in diesem Dokument gegebenen Informationen werden zum Zeitpunkt der Erstellung als korrekt erachtet. Jede Gewährleistung für ihre Richtigkeit und jede Haftung für Fehler oder Auslassungen wird jedoch abgelehnt. Zur Bewertung der Anlageaussichten bestimmter in diesem Dokument erwähnter Wertpapiere oder Produkte sollten Sie sich nicht auf dieses Dokument stützen. Darüber hinaus sollten Investoren eine unabhängige Beurteilung der rechtlichen, regulatorischen, steuerlichen, Kredit- und Buchhaltungsfragen anstellen und zusammen mit ihren professionellen Beratern bestimmen, ob eines der in diesem Dokument genannten Wertpapiere oder Produkte für ihre persönlichen Zwecke geeignet ist. Investoren sollten sicherstellen, dass sie vor einer Investitionen alle verfügbaren relevanten Informationen erhalten. Der Wert, Preis und die Rendite von Anlagen können Schwankungen unterliegen, die u. a. auf den jeweiligen Marktbedingungen und Steuerabkommen beruhen, und die Anleger erhalten das investierte Kapital unter Umständen nicht in vollem Umfang zurück. Sowohl die historische Wertentwicklung als auch die historische Rendite sind unter Umständen kein verlässlicher Indikator für die aktuelle und zukünftige Wertentwicklung. J.P. Morgan Asset Management ist der Markenname für das Vermögensverwaltungsgeschäft von JPMorgan Chase & Co. und seiner verbundenen Unternehmen weltweit. Telefonanrufe bei J.P. Morgan Asset Management können aus rechtlichen Gründen sowie zu Schulungs- und Sicherheitszwecken aufgezeichnet werden. Soweit gesetzlich erlaubt, werden Informationen und Daten aus der Korrespondenz mit Ihnen in Übereinstimmung mit der EMEA-Datenschutzrichtlinie von J.P. Morgan Asset Management erfasst, gespeichert und verarbeitet. Die EMEA-Datenschutzrichtlinie finden Sie auf folgender Website: www.jpmorgan.com/emea-privacy-policy.

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John Bilton

 








Leiter des Globalen Strategieteams der Multi-Asset Solutions Group




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John Bilton


 

Head of the Global Strategy Team for the Multi-Asset Solutions Group.


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