Asset Allocation Views | J.P. Morgan Asset Management

Each quarter, the J.P. Morgan Multi-Asset Solutions team holds a two-day-long Strategy Summit where senior portfolio managers and strategists debate current asset allocation views and establish key global themes. Those views will be reflected across multi-asset portfolios managed by the team. Our 3Q 2016 Asset Allocation Views represent the output of this meeting.

Zusammenfassung

Die wirtschaftlichen Aussichten sind verhalten positiv und es besteht immer noch ein recht geringes Risiko, dass es in den kommenden zwölf Monaten eine Rezession geben wird. Das globale Wachstum kehrte schneller als erwartet zum Trend zurück. In den USA findet eine geldpolitische Straffung statt und der Handelsstreit eskaliert – all dies sind Abwärtsrisiken.

Wegen der Abkühlung der wirtschaftlichen Dynamik und der Straffung der Geldpolitik haben wir die Risiken unserer Multi-Asset-Portfolios verringert. Dies ist am deutlichsten daran erkennbar, dass wir Aktien gegenüber Anleihen leicht untergewichtet haben. Damit wird die Mitte des Jahres begonnene schrittweise Verringerung der Risiken fortgesetzt.

Wir bevorzugen immer noch vor allem Aktien aus den USA, am wenigsten favorisieren wir Aktien aus der Eurozone. Schwellenländeraktien werden leicht untergewichtet. Unsere leichte Übergewichtung der Duration behalten wir bei und wir erhöhen unsere Übergewichtung der Barmittelallokation, vor allem bei Barmitteln in US-Dollar, weil dort die realen Leitzinsen in den positiven Bereich vordringen. Bei Anleihen bleiben wir neutral, stellen allerdings fest, dass es bei den Fundamentaldaten stärkeren Gegenwind gibt. Dieser Allokationsmix eignet sich unserer Ansicht nach in einem Umfeld mit einem sich abschwächenden Gewinnwachstum und zunehmenden makroökonomischen Risiken.

IN DEN LETZTEN WOCHEN DES JAHRES HERRSCHT AUF DEN MÄRKTEN EINE DÜSTERE STIMMUNG

Der im Januar vorherrschende Optimismus ist schon lange abgeklungen. Da die Anleger die Höhe des zukünftigen Wachstums neu justieren und die Märkte die Preise korrigieren, mit denen sie dieses Wachstum bewerten, ist die Risikobereitschaft von allen Seiten Angriffen ausgesetzt. In früheren Phasen des Zyklus betrachteten wir eine solche vorsichtige Entwicklung als Chance, um das Risikoengagement in unseren Portfolios zu erhöhen. Der Zyklus ist heute deutlich gereift und nur begrenzt dazu in der Lage, Schocks abzufedern, und die finanziellen Bedingungen verschärfen sich unaufhaltsam. Vor allem liegt die Hürde für anhaltend positive wirtschaftliche Überraschungen, die bei Risikoanlagen wieder einen Bullenmarkt entfachen könnten, jenseits aller realistischen Szenarien, die wir uns heute vorstellen können.

Gegenwärtig ist die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den nächsten zwölf Monaten tatsächlich weiter gering und die häufiger erhobenen Wirtschaftsdaten sind günstig. Die für die zweite Jahreshälfte erhoffte Zunahme der Investitionsausgaben ist nicht in vollem Umfang eingetreten, das Wachstum kehrt schneller als erwartet zum Trend zurück und außerhalb der USA sind die Daten uneinheitlich. Kurz gesagt, die wirtschaftliche Dynamik wird schwächer, während gleichzeitig in den USA eine restriktive Geldpolitik immer näher rückt bzw.bereits vorherrscht, wie teilweise zu vernehmen ist. Wegen der Veränderung des wirtschaftlichen Umfelds, der Entwicklung hin zu einer strafferen Geldpolitik und der Verlangsamung des Gewinnwachstums, von der wir für 2019 ausgehen, haben wir beschlossen, die Risiken unserer Multi-Asset-Portfolios bedeutend zu verringern. Dies ist am deutlichsten daran erkennbar, dass wir Aktien gegenüber Anleihen erstmals seit neun Jahren leicht untergewichtet haben.

Die Entscheidung, die Risiken zu verringern, ist keine scharfe Kehrtwende, sondern die Fortsetzung einer Entwicklung, die Mitte des Jahres begann. Das nachlassende Wirtschaftswachstum zurück zum Trend kann sich dennoch positiv auswirken. Wenn die Beschäftigungszahlen stabil bleiben, die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) nicht zu restriktiv vorgeht und der Handelsstreit positiv endet, könnte auf den Märkten letzten Endes wieder der Optimismus zurückkehren.

Allerdings würde dies wahrscheinlich mehrere Monate in Anspruch nehmen, in denen die Märkte für Risikoanlagen gewisse Schwierigkeiten haben könnten. Zudem würden Anzeichen dafür, dass eine günstige „sanfte Landung“ gefährdet ist, die Märkte wahrscheinlich belasten. Einfach ausgedrückt heißt das, dass sich die Abwägung zwischen Risiko und Rendite im Laufe des Jahres 2018 langsam aber deutlich gewandelt hat.

Wir gehen davon aus, dass die Geldpolitik erneut auf den Prüfstand kommt, wenn die globalen Wachstumsraten zum Trend zurückkehren. Bei ihren Zinserhöhungen folgte die Fed 2018 größtenteils einem vorherbestimmten Weg und wir erwarten, dass es bis Mitte 2019 weitere vierteljährliche Erhöhungen geben wird. Sprecher der Fed haben allerdings begonnen, die Grundlagen dafür zu schaffen, die Zinsen stärker von der Datenlage abhängig zu machen. Andere Zentralbanken streichen Anreize und erhöhen die Zinsen. Die Datenabhängigkeit der Fed könnte für Anleger also nur ein schwacher Trost sein, wenn das Wachstum schwächelt und sich die Entwicklung der Märkte in eine Richtung dreht, die den Eindruck erweckt, die US-Politik sei restriktiv. Wir möchten klarstellen, dass eine restriktivere Geldpolitik nicht gleichbedeutend ist mit einer bevorstehenden Rezession. Aber in Kombination mit einem sich abschwächenden Wachstum führt dies zu einer anfälligeren wirtschaftlichen Gemengelage, in der das Vertrauen von Unternehmern, Anlegern und Verbrauchern damit zu kämpfen hat, den schlechten Nachrichten der Handels- und Geopolitik standzuhalten.

Bei der Anlageallokation haben wir die leichte Übergewichtung von Aktien gegenüber Anleihen auf eine leichte Untergewichtung zurückgenommen, bleiben bei Anleihen neutral, sind bei einigen Sektoren jedoch vorsichtiger geworden und haben eine Übergewichtung von Barmitteln und Duration – vor allem jedoch Barmittel in US-Dollar.

Diese Änderungen sind eine Fortsetzung unserer im Laufe des Jahres 2018 geäußerten erhöhten Vorsicht, und wir können bestätigen, dass die Entscheidung weg vom Optimismus und hin zu einer besonneneren Haltung eine wesentliche Änderung bedeutet.

Wir bevorzugen immer noch Aktien aus den USA und bei Aktien aus der Eurozone sind wir skeptisch. Die USA waren in diesem Zyklus führend und haben es auf schwachen Märkten nicht geschafft, sich überdurchschnittlich gut zu entwickeln. Wir glauben allerdings, dass die Gewinne der USA außergewöhnlich stabil sind und sich 2019 positiv auswirken werden. In Europa hingegen schwelen erneut politische Probleme, die Berichtssaison war bestenfalls trübe und die Bewertungen sind nicht günstig genug, um zu überzeugen. Das Gleiche gilt unserer Ansicht nach für Schwellenländer, wo ein langsameres Wachstum und die höheren Kosten einer Finanzierung in US-Dollar die Gewinnaussichten belasten. Daher werden Schwellenländeraktien von uns leicht untergewichtet. Bei Anleihen gibt es bei der Realverzinsung an allen Punkten der Kurve eine große Lücke zwischen den USA und anderen Regionen. Unsere Übergewichtung von Barmitteln und Duration konzentriert sich also eigentlich auf eine Übergewichtung von Barmitteln und Staatsanleihen aus den USA – bei denen die Ex-ante-Sharpe-Ratios jetzt erstmals seit zehn Jahren die für Aktien aus den USA bei weitem übertreffen. Und schließlich bieten Anleihen einen attraktiven Carry, aber bei Investment-Grade-Anleihen haben sich die Fundamentaldaten verschlechtert. US-Hochzinsanleihen sind ein relativer Lichtblick, aber in der Spätphase des Zyklus ist das Liquiditätsrisiko ein wichtiger Aspekt.

In den vergangenen zehn Jahren haben Stimmungsschwankungen und ein höheres Risikoengagement bei schwachen Märkten meistens gut funktioniert. Jetzt neigen wir bei sprunghaften Wachstumsaussichten oder Stimmungsschwankungen eher zu einer Verringerung des Risikos, da es zurzeit zwar nicht unmöglich, aber zumindest unwahrscheinlich ist, dass die Faktorenkonstellation einen weiteren Anstieg des globalen Wachstums auslösen könnte.

Zentrale Themen und deren Auswirkungen



Einschätzungen zur aktiven Allokation

Diese Einschätzungen zu den Anlageklassen beziehen sich auf einen Zeithorizont von 12 bis 18 Monaten. Auf-/Ab-Pfeile stehen für eine positive ( ▲ ) oder negative (▼ ) Veränderung der Einschätzung seit dem letzten vierteljährlichen Strategiegipfel. Diese Einschätzungen sind nicht als Empfehlung für ein Portfolio zu verstehen. Diese Zusammenfassung unserer Einschätzungen der individuellen Anlageklassen spiegelt unseren Überzeugungsgrad und unsere relativen Präferenzen in einem breiten Spektrum von Anlageklassen wider, ist aber unabhängig von Überlegungen im Hinblick auf den Portfolioaufbau.

Quelle: J.P. Morgan Asset Management Multi-Asset Solutions; die Einschätzungen basieren auf Daten und Informationen, die bis zum November 2018 vorlagen. Nur zur Veranschaulichung. Eine Risikostreuung garantiert keine Erträge und beseitigt nicht das Verlustrisiko. Eine Diversifikation von Investitionsmöglichkeiten und Anlageklassen kann dazu beitragen, die Gesamtvolatilität zu reduzieren.






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Das „Market Insights“ Programm bietet umfassende Informationen und Kommentare zu den globalen Märkten auf produktneutraler Basis. Das Programm analysiert die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftsdaten und veränderten Marktbedingungen, um Kunden einen besseren Einblick in die Märkte zu vermitteln und fundierte Anlageentscheidungen zu fördern. Für die Zwecke von MiFID II sind das J.P. Morgan Asset Management „Market Insights“ und „Portfolio Insights“ Programm eine Marketingkommunikation und fallen nicht unter MiFID II / MiFIR Anforderungen, die in Zusammenhang mit Research stehen. Darüber hinaus wurden das J.P. Morgan Asset Management „Market Insights“ und „Portfolio Insights“ Programm als nicht unabhängiges Research nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen erstellt, die zur Förderung der Unabhängigkeit von Research dienen. Sie unterliegen auch keinem Handelsverbot vor der Verbreitung von Research. Die in diesem Dokument geäußerten Meinungen stellen weder eine Beratung noch eine Empfehlung für den Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar, noch sichert J.P. Morgan Asset Management oder eine seiner Tochtergesellschaften zu, sich an einer der in diesem Dokument erwähnten Transaktionen zu beteiligen. Sämtliche Prognosen, Zahlen, Einschätzungen oder Anlagetechniken und -strategien dienen nur Informationszwecken, basierend auf bestimmten Annahmen und aktuellen Marktbedingungen, und können jederzeit ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Alle in diesem Dokument gegebenen Informationen werden zum Zeitpunkt der Erstellung als korrekt erachtet. Jede Gewährleistung für ihre Richtigkeit und jede Haftung für Fehler oder Auslassungen wird jedoch abgelehnt. Zur Bewertung der Anlageaussichten bestimmter in diesem Dokument erwähnter Wertpapiere oder Produkte sollten Sie sich nicht auf dieses Dokument stützen. Darüber hinaus sollten Investoren eine unabhängige Beurteilung der rechtlichen, regulatorischen, steuerlichen, Kredit- und Buchhaltungsfragen anstellen und zusammen mit ihren professionellen Beratern bestimmen, ob eines der in diesem Dokument genannten Wertpapiere oder Produkte für ihre persönlichen Zwecke geeignet ist. Investoren sollten sicherstellen, dass sie vor einer Investitionen alle verfügbaren relevanten Informationen erhalten. Der Wert, Preis und die Rendite von Anlagen können Schwankungen unterliegen, die u. a. auf den jeweiligen Marktbedingungen und Steuerabkommen beruhen, und die Anleger erhalten das investierte Kapital unter Umständen nicht in vollem Umfang zurück. Sowohl die historische Wertentwicklung als auch die historische Rendite sind unter Umständen kein verlässlicher Indikator für die aktuelle und zukünftige Wertentwicklung. J.P. Morgan Asset Management ist der Markenname für das Vermögensverwaltungsgeschäft von JPMorgan Chase & Co. und seiner verbundenen Unternehmen weltweit. Telefonanrufe bei J.P. Morgan Asset Management können aus rechtlichen Gründen sowie zu Schulungs- und Sicherheitszwecken aufgezeichnet werden. Soweit gesetzlich erlaubt, werden Informationen und Daten aus der Korrespondenz mit Ihnen in Übereinstimmung mit der EMEA-Datenschutzrichtlinie von J.P. Morgan Asset Management erfasst, gespeichert und verarbeitet. Die EMEA-Datenschutzrichtlinie finden Sie auf folgender Website: www.jpmorgan.com/emea-privacy-policy.

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John Bilton

 








Leiter des Globalen Strategieteams der Multi-Asset Solutions Group




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John Bilton


 

Head of the Global Strategy Team for the Multi-Asset Solutions Group.


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