Economic Update | J.P. Morgan Asset Management

Wolken türmen sich am Horizont, aber zunächst scheint auch mal die Sonne: In unserem Basiszenario gehen wir davon aus, dass die Märkte in den nächsten drei bis sechs Monaten ein unter dem Trend liegendes Wachstum, eine unverändert niedrige Inflation und das fortwährend hohe Maß an Unterstützung durch die Zentralbanken weiterhin reflektieren werden. Unter Berücksichtigung unvermeidlicher, volatiler Marktphasen, befürworten wir hochklassige Durationen, höher verzinsliche Wertpapiere mit höherem Rating, sowie Barmittel und das als sicherer Hafen geltende Gold.

Diese zweiwöchentlich aktualisierte Übersicht zeigt Ihnen auf einen Blick Veränderungen der konjunkturellen Daten und Kapitalmärkte, wobei auch die Implikationen für Anleger im Fokus stehen.


Wachstum

Die Industrie in der Euro-Zone erholt sich weiter: Im Oktober stieg die Produktion um 0,2% gegenüber dem Vormonat. Die deutsche Industrie produzierte zwar 1,4% weniger. Doch war dies Sonderfaktoren wie zusätzlichen Feiertagen geschuldet. Zudem füllen sich die Auftragsbücher der Unternehmen schnell: Nach zwei guten Vormonaten legten die Auftragseingänge um weitere 0,5% zu. Die Stimmung der Unternehmen ist weiter sehr gut: Der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex sank im Dezember zwar leicht auf 117,2, bleibt aber auf hohem Niveau. Der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister im Euro-Raum erreichte ein Jahreshoch, der Industrie-Index notierte nur 0,1 Punkte unter seinem Rekordhoch.


Jobs

Der US-Arbeitsmarkt präsentiert sich weiter sehr stark: Im Januar wurden 200.000 Stellen neu geschaffen. Die Stundenlöhne lagen 2,9% über dem Wert des Vorjahres – das war der kräftigste Lohnanstieg seit Mitte 2009. Auch der deutsche Arbeitsmarkt startete schwungvoll in das neue Jahr. Bedingt durch die Winterpause stieg die Arbeitslosenquote zwar von 5,3% auf 5,8%. Doch war der Anstieg geringer als üblich. Bereinigt um saisonale Einflüsse sank die Zahl der Arbeitslosen um weitere 25.000 Personen. Im Euroraum verharrte die Arbeitslosenquote im Dezember bei 8,7%.


Gewinne

In den USA zeichnet sich ein starkes Gewinnplus für das 4. Quartal ab. 337 Unternehmen aus dem Aktienindex S&P 500 haben Zahlen vorgelegt. 78% übertrafen die Gewinnschätzungen, das ist ein Rekordwert. Derzeit wird mit einem Gewinnwachstum von rund 22,5% gegenüber Vorjahresquartal gerechnet. Aus dem europäischen Index Stoxx 600 haben 127 Unternehmen Zahlen für das 4. Quartal veröffentlicht. Die Hälfte davon übertraf die Gewinn- und 59% die Umsatz-Erwartungen. Hier wird mit einem Gewinnplus von 15% und einem Umsatzplus von 2,2% gerechnet.


Inflation

In den USA bleibt die Inflation erhöht. Im Januar lag die Preissteigerungsrate wie im Dezember bei 2,1%. Die Kernteuerung ohne Energie und Nahrungsmittelpreise stagnierte bei 1,8%. In Deutschland wiederum ging die Inflation im Januar trotz starker Konjunktur auf 1,6% (Dezember: 1,7%) zurück. Im Euroraum sank sie von 1,4% auf 1,3%. Die Kernteuerung stieg leicht von 0,9% auf 1,0%.


Zinsen

Bedingt durch die starken Lohnsteigerungen in den USA sind Befürchtungen aufgekommen, die US-Notenbank (Fed) könnte die Zinsen stärker als bisher erwartet erhöhen, um Inflationsgefahren zu begegnen. Das hatte zu steigenden Anleiherenditen und Aktienkursverlusten geführt. US-Notenbanker versuchten daraufhin, die Lage zu beruhigen. Die Notenbank werde „allmählich und behutsam“ vorgehen, sagte Robert Kaplan von der Dallas Fed. William Dudley von der New York Fed sagte, seine Konjunkturprognose habe sich nicht geändert. Der nächste Zinsschritt wird für März erwartet.


Risiken

• Turbulenzen an den Anleihenmärkten aufgrund schlechterer Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken.
• Konjunkturelle Abschwächung in China aufgrund der restriktiven Geldpolitik seit Jahresanfang.
• Die wahrscheinlich rückläufige Gewinndynamik der Unternehmen in den kommenden Quartalen kann das Investorensentiment belasten.


Investmentthemen

• Aktien und Hochzinsanleihen bleiben aufgrund steigender Gewinne vorerst attraktiv.
• Im aktuell reflationären Umfeld präferieren wir Anleihen mit kürzeren Laufzeiten.
• Der US-Dollar ist trotz der jüngsten Schwäche immer noch relativ teuer bewertet.
• Emerging Markets und Europa sollten weiterhin von einem reflationärem Umfeld profitieren.

 

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Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die aktuelle und zukünftige Wertentwicklung.

Bei diesem Dokument handelt es sich um Informationsmaterial. Sämtliche Prognosen, Zahlen, Einschätzungen und Aussagen zu Finanzmarkttrends oder Anlagetechniken und -strategien sind, sofern nichts anderes angegeben ist, diejenigen von J.P. Morgan Asset Management zum Erstellungsdatum des Dokuments. J.P. Morgan Asset Management erachtet sie zum Zeitpunkt der Erstellung als korrekt, übernimmt jedoch keine Gewährleistung für deren Vollständigkeit und Richtigkeit. Die Informationen können jederzeit ohne vorherige Ankündigung geändert werden. J.P. Morgan Asset Management nutzt auch Research-Ergebnisse von Dritten; die sich daraus ergebenden Erkenntnisse werden als zusätzliche Informationen bereitgestellt, spiegeln aber nicht unbedingt die Ansichten von J.P. Morgan Asset Management wider. Die Nutzung der Informationen liegt in der alleinigen Verantwortung des Lesers. J.P. Morgan Asset Management ist der Markenname für das Vermögensverwaltungsgeschäft von JPMorgan Chase & Co und seiner verbundenen Unternehmen weltweit. Telefonanrufe bei J.P. Morgan Asset Management können aus rechtlichen Gründen sowie zu Schulungs- und Sicherheitszwecken aufgezeichnet werden. Zudem werden Informationen und Daten aus der Korrespondenz mit Ihnen in Übereinstimmung mit der EMEA-Datenschutzrichtlinie von J.P. Morgan Asset Management erfasst, gespeichert und verarbeitet. Die EMEA-Datenschutzrichtlinie finden Sie auf folgender Website: http://www.jpmorgan.com/pages/privacy.

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      Autoren

Tilmann Galler

 








Executive Director, Market Strategist Deutschland, Österreich, Schweiz



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John Bilton


 

Head of the Global Strategy Team for the Multi-Asset Solutions Group.


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