Der italienische Haushalt – Grenzen überschreiten | J.P. Morgan Asset Management

Die Märkte haben nervös auf den Haushaltsvorschlag der neuen italienischen Regierung gewartet. Nachdem den Wählern während des Wahlkampfes zahlreiche teure Versprechen gemacht wurden, war bis letzte Nacht nicht klar, welche dieser Versprechen eingehalten würden und welche Folgen dies für die öffentlichen Finanzen Italiens haben würde.

Nun wurde nach harten Verhandlungen zwischen den Koalitionspartnern ein Defizit von 2.4 % vorgeschlagen. Dieser Finanzierungsbedarf liegt über den Markterwartungen und rief negative Reaktionen des italienischen Markts für Staatsanleihen hervor.

Mit den zusätzlichen Ausgaben werden unter anderem die Einführung eines „Bürgereinkommens“ und eine Überarbeitung des Gesetzes zur Senkung des Renteneintrittsalters finanziert. Eine Pauschalsteuer wird schrittweise eingeführt und 2021 vollständig umgesetzt sein. Zu den neuen Initiativen und öffentlichen Investitionen, die das Wirtschaftswachstum ankurbeln und die Arbeitslosigkeit senken sollen, sind sehr wenig Informationen verfügbar.

Bis zur endgültigen Verabschiedung des Haushalts könnte es noch etwas dauern, was die politische Nervosität weiter nähren könnte. Der Haushaltsentwurf wird der Europäischen Kommission am 15. Oktober vorgelegt. Kurz darauf wird das Haushaltsgesetz im italienischen Parlament diskutiert. Wir erwarten, dass sich die Europäische Kommission Ende November zu dem Haushaltsentwurf äußern wird.

Da es unwahrscheinlich ist, dass die Defizitpläne zu einer Stabilisierung der bereits hohen Staatsverschuldung von Italien im Verhältnis zum Bruttoinlandsproduktes beitragen wird, ist es ebenfalls unwahrscheinlich, dass die Europäische Kommission über diesen Entwurf erfreut sein wird. Zudem könnte der Haushalt zu einer Abwertung durch eine oder mehrere große Kreditratingagenturen führen. Fitch hat seinen Ausblick für Italien bereits auf negativ gesenkt, das BBB-Rating des Landes jedoch beibehalten. Standard & Poor’s (S&P) hat seine Prognosen für das BIP-Wachstum für 2018 und 2019 auf 1,1 % nach unten korrigiert (von ursprünglich 1,3 % bzw. 1,2 %). Ende Oktober erwarten wir weitere Überprüfungen durch S&P und Moody’s.

Eine Herabstufung durch eine Rating-Agentur könnte einen Kapitalabzug aus italienischen Staatsanleihen – hauptsächlich von ausländischen Anlegern – verursachen, was wiederum die Kosten für die hohen italienischen Staatsschulden in die Höhe treiben könnte. Auch wären negative Auswirkungen auf das italienische Bankensystem zu erwarten, das stark von nationalen Staatsanleihen abhängig ist. Da die EZB ihr quantitatives Lockerungsprogramm in den nächsten Monaten einstellen wird, können die Staatsanleihenmärkte nicht mehr auf denselben Schutz zählen, den sie in den letzten Jahren erfahren haben. Eine Zunahme der Marktvolatilität ist somit möglich.






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