Global Equity Views | J.P. Morgan Asset Management

IN KÜRZE

Bei globalen Aktien waren unterschiedliche Trends zu beobachten. Der US-Markt entwickelte sich weiterhin gut, während wir in anderen Orten schwächere Aktienkurse sahen. Unsere Investmentexperten sind dennoch angemessen optimistisch. Obwohl sich die globale Wachstumsdynamik abkühlt, steigen die Unternehmensgewinne weiterhin in einem gesunden Tempo und die Bewertungen erscheinen angemessen. Allerdings rechnen wir damit, dass Bedenken in Bezug auf die Beständigkeit der Gewinne in einem so fortgeschrittenen Zyklus die weitere positive Entwicklung einschränken könnten.

Substanzwerte sehen zunehmend interessanter aus. Unserer Ansicht nach gibt es zwar noch keinen offensichtlichen Katalysator, der Anleger davon überzeugt, ihren Fokus von Wachstums- auf Substanzwerte zu legen, aber die Opportunität bildet sich zunehmend heraus.

Für Schwellenländeraktien sehen wir vor allem nach der kürzlichen Schwächephase weiterhin ein gutes Umfeld. Unser US-Aktienteam erwartet erneut Höchststände und auch für europäische Aktien sehen wir verbesserte Performancemöglichkeiten. Auf Sektorebene sind Finanzwerte bei unseren Investmentexperten beliebt.

Ein ausgewachsener Handelskrieg könnte die Unternehmensgewinne ernsthaft in Mitleidenschaft ziehen, wenn die globalen Lieferketten unterbrochen werden. Dies ist entscheidend für die Unternehmen des produzierenden Gewerbes, die eine wichtige Komponente der Marktindizes und der Gesamtprofitabilität darstellen. Auch die steigenden Zinssätze in den USA bereiten weiterhin Sorgen.


BESTANDSAUFNAHME

Die Wertentwicklung von Aktien fielen in letzter Zeit sehr viel verhaltener aus. Viele Industrieund Schwellenmärkte geben nach, wobei in den USA weiter Gewinne erzielt werden. Nach einem euphorischen Jahresbeginn machten sich Anleger angesichts der höheren Zinssätze in den USA und einem stärkeren US-Dollar Gedanken über die Nachhaltigkeit der Gewinne. Auch die zunehmenden Spannungen in Bezug auf Handel und Zölle waren wenig hilfreich. Weltweit ist jedoch bislang weiterhin ein Wirtschaftswachstum auf breiter Basis zu beobachten, und obwohl sich die Expansion in den meisten Regionen verlangsamt, weisen die Unternehmensgewinne ein solides Wachstum aus. Die Gewinnprognosen unserer Analysten sind tatsächlich etwas höher als in der April-Ausgabe unseres Investors Quarterly, insbesondere aufgrund der positiven Gewinnrevisionen in den USA. Die Bewertungen fallen insgesamt recht gut aus, vor allem in den Schwellenländern, in denen die Kurse zuletzt nachgaben. Insgesamt besteht unseres Erachtens an den globalen Aktienmärkten bis zum Ende des Zyklus weiteres Gewinnpotenzial.

Bei früheren Sitzungen waren die Risiken für unseren Ausblick weniger klar. Der Handel und die Zinssätze stehen aber inzwischen eindeutig als Risiken für die Rentabilität im Fokus der Märkte. Ein ausgewachsener Handelskrieg wäre eine deutliche Kehrtwende des Globalisierungstrends, der die Märkte jahrzehntelang gestützt hat. Er könnte angesichts der Bedeutung der globalen Lieferketten für die Unternehmen des produzierenden Gewerbes, die eine wichtige Komponente der Marktindizes und der Gesamtrentabilität sind, schwerwiegende Folgen für die Unternehmensgewinne haben.

Für Anleger ist es sicherlich schwierig, einen Handelseinbruch einzupreisen, und je nach Unternehmen würde sich dies äußerst unterschiedlich auswirken. Wir müssen die Entwicklung also aufmerksam im Auge behalten. In Acht nehmen müssen wir uns auch vor einer negativen Marktreaktion, weil die Fed nach einer langen Phase der quantitativen Lockerung die Zinssätze normalisiert und die bereits ersichtliche flachere Renditekurve in der Vergangenheit ein Warnzeichen war. Wir sind allerdings zuversichtlich, dass negative Folgen weniger wahrscheinlich werden, da die Fed schrittweise vorgeht und die Anlegerreaktionen auf ihre geldpolitischen Maßnahmen genau beobachtet.

Die folgende Ausgabe unserer Global Equity Views ist das Ergebnis unseres Investors Quarterly im Juli 2018. Darin präsentieren wir unseren Anlageausblick, besprechen Markttendenzen und beleuchten Chancen und potenzielle Risiken.

TRENDS

Für 2018 erwarten wir ein kräftiges Gewinnwachstum, wobei sich die Geschwindigkeit der Veränderungen von jetzt an verlangsamen wird. Seit unserer Sitzung im April haben wir unsere Marktprognosen für Industrieländer für die Jahre 2018 und 2019 erneut nach oben korrigiert, angeführt von den USA und vom Energiesektor. Für die Erträge in den USA prognostizieren unsere Analysten ein sehr starkes zweites Quartal, gestützt von der soliden Wirtschaft und der Steuerreform. Europa dürfte sich ebenfalls robust entwickeln, da das solide Wachstum weiter anhält. Wir gehen davon aus, dass das Gewinnwachstum 2019 nachlässt. Zu diesem Zeitpunkt sollten die Erträge werden über dem üblichen Trendniveau liegen, vor allem in zyklischen Sektoren wie der Halbleiter- und Energiebranche und bei Herstellern und Zulieferern der Automobilbranche.

In der ersten Jahreshälfte 2018 wurden die Aktienrerträge erneut von Wachstumswerten (Growth) dominiert. Während Growth- Aaktien nach früheren Maßstäben noch nicht zu teuer sind, haben sich die Bewertungsdifferenzen zwischen billigen und teuren Aktien derart ausgeweitet, dass Niveaus erreicht wurden, denen in der Vergangenheit Phasen einer starken Outperformance von Substanzaktien (Value) folgten, insbesondere, wenn zeitgleich Anzeichen für Marktschwierigkeiten existieren. Wir sehen zwar keine solchen Anzeichen für Spannungen, glauben jedoch, dass sich bei Substanzwerten Chancen ergeben werden (DIAGRAMM 1). Ein wichtiger Impulsgeber für die Ausweitung der Abschläge bei Value-aktien ist das zunehmende Unbehagen der Anleger, dass ältere Unternehmen wahrscheinlich Disruptionen in Form neuer Technologien ausgesetzt sind. Zwar bestehen durchaus Risiken, doch der ausgeprägte Pessimismus kann auch einige interessante Chancen bieten.

Und da die Anleger immer mehr den disruptiven Unternehmen vertrauen, sind die derzeitigen Marktführer anfälliger für Enttäuschungen.

DIAGRAMM 2 veranschaulicht einige Aspekte unseres Ausblicks.

CHANCEN

Regionen

In den vergangenen Quartalen fanden viele unserer Anlagespezialisten, dass die besten Aussichten für Schwellenmarktaktien bestehen. In diesem Jahr war dies nicht der Fall. Nach Höchstständen im Januar fielen Schwellenländer um 18 % (was bei diesen Märkten nicht unüblich ist). Hauptimpulsgeber für den diesjährigen Ausverkauf ist ein stärkerer Dollar – Schwellenmärkte stellt dies stets vor Herausforderungen, da viele Länder und Unternehmen hohe Verbindlichkeiten in US-Dollar haben. Dieser Trend wurde durch zunehmende Spannungen beim Thema Handel verschärft.

Schwellenmarktunternehmen haben aber weiterhin relativ gute Gewinnaussichten, und trotz einiger negativer Entwicklungen hat sich insgesamt nur wenig geändert. Was unsere Renditeerwartungen angeht, sehen die zukünftigen Erträge besser aus als in den vergangenen Quartalen und liegen nach langfristigen Maßstäben sogar leicht über dem Durchschnitt. Auf kürzere Sicht sind auch die technischen Indikatoren wieder positiv. Nach starken Mittelabflüssen werden beispielsweise Schwellenländer-ETFs zu Abschlägen auf den Nettoinventarwert gehandelt. In der Vergangenheit signalisierte dieses Szenario Kaufgelegenheiten. Bei binnenorientierten Unternehmen – vor allem im Konsumgüterbereich – gab es Kaufgelegenheiten auf den Märkten der so genannten „Fragilen Fünf“ (Brasilien, Indien, Indonesien, Südafrika und Türkei). China beurteilen wir weiterhin konstruktiv.

 


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Paul Quinsee

 








Managing Director und Leiter des globalen Aktienteams



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JPMorgan Funds - America Equity Fund

 

Der America Equity Fund bietet ein sehr aktives und konzentriertes Engagement am US-Aktienmarkt. Dazu investiert der Fonds in die attraktivsten Value- und Growth-Aktien, die von unseren beiden spezialisierten Anlageteams ermittelt werden. Die Korrelation mit vielen anderen US-Aktienstrategien ist gering.

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Der US Opportunistic Long-Short Equity Fund investiert ausschließlich in US-Aktien mit hohem Überzeugungsgrad und bietet dank seiner Long-Short-Strategie die Möglichkeit, das Abwärtsrisiko im Falle sich abschwächender Märkte zu begrenzen.

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John Bilton


 

Head of the Global Strategy Team for the Multi-Asset Solutions Group.


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