„Deutsche Angst“ kostet Sparer Milliarden | J.P. Morgan Asset Management

19 Juli 2017

„Deutsche Angst“ kostet Sparer Milliarden

Fehlendes Verständnis der Kapitalmärkte als größter Hinderungsgrund

Aktiv verwaltete, flexible Mischfonds, die verschiedenste ertragsstarke Anlageklassen kombinieren, bauen auch für weniger erfahrene und risikoscheuere Sparer eine bequeme Brücke zum Kapitalmarkt.

Warum nutzen viele deutsche Sparer keine ertragreicheren Investments wie Fonds, Aktien oder Anleihen, obwohl sie mit der Entwicklung ihrer Geldanlage nicht glücklich sind? Die Antwort ist schlicht und ergreifend, dass mehr als die Hälfte der Deutschen das Thema Kapitalanlage einfach nicht versteht. Wie das Income-Barometer zeigt, lassen 52 Prozent der Befragten lieber die Finger von Investmentprodukten, weil sie ihre Kenntnisse dafür nicht als ausreichend einschätzen. Dass dies kein Hinderungsgrund sein muss, weiß Pia Bradtmöller, Leiterin Marketing und PR bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Sie erläutert: „Aktiv verwaltete, flexible Mischfonds, die verschiedenste ertragsstarke Anlageklassen kombinieren, bauen auch für weniger erfahrene und risikoscheuere Sparer eine bequeme Brücke zum Kapitalmarkt, denn sie nehmen die ‚Arbeit‘ der Geldanlage ab und bieten schon mit kleinen Anlagebeträgen eine breit gestreute, transparente Lösung. Regelmäßige Einzahlungen beispielsweise im Rahmen von Sparplänen eignen sich dabei besonders, um erste Erfahrungen in der Wertpapieranlage aufzubauen.“

Doch mit 35 Prozent sieht zudem mehr als ein Drittel der Befragten Schwankungen und mögliche Verluste als einen Hinderungsgrund an. „Die ‚Deutsche Angst‘ vor Kurseinbußen und Marktvolatilität kostet die Sparer viele Milliarden Euro“, beruft sich Pia Bradtmöller auf Research-Ergebnisse großer deutscher Finanzinstitute und ergänzt: „Wenn von den über zwei Billionen Euro, die in kaum verzinsten Spareinlagen liegen, nur ein Zehntel in höher rentierliche Aktien oder Mischfonds investiert worden wäre, ließe sich die Gesamtrendite eines Portfolios steigern, ohne das Risiko maßgeblich zu erhöhen.“

Wenn das Sparen teuer wird

Weitere 17 Prozent antworteten auf die Frage, warum sie keine Kapitalmarktinvestments besitzen, dass ihnen die Kosten bei Wertpapieren zu hoch seien. Dieses Argument findet Pia Bradtmöller jedoch angesichts der enormen Beträge, die deutsche Sparer sich aufgrund ihres Verharrens in kaum verzinsten Sparprodukten entgehen lassen, wenig überzeugend: „Zugegebenermaßen sind Investmentfonds und eine gute Anlageberatung mit Kosten verbunden. Durch die Kapitalzuwachs- und Ertragschancen des Kapitalmarkts können die Anleger ihr Erspartes jedoch umso stärker vermehren, wobei sich insbesondere über mittel- bis langfristige Zeiträume die Schwankungen ausgleichen. Im anhaltenden Niedrigzinsumfeld und bei aktuell wieder anziehender Inflation müssen Sparer dagegen mit realem Kapitalverlust rechnen. So wird die vermeintliche Sicherheit teuer und endet in einer schleichenden Enteignung.“

Weitere 12 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen die richtige Beratung für das Anlegen in Wertpapiere fehlt. Und 16 Prozent konnten diese Frage erst gar nicht beantworten. „Diese Antworten zeigen eindrücklich, dass es nach wie vor Nachholbedarf bezüglich des Kapitalmarktwissens für die deutschen Privatanleger gibt und bietet viele Anknüpfungspunkte für die Beratung“, so das Fazit von Pia Bradtmöller.

 

Zum J.P. Morgan Asset Management Income-Barometer

Im Auftrag von J.P. Morgan Asset Management erstellt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in unregelmäßigen Abständen ein Income-Barometer. Die aktuelle Umfrage erfolgte im 2. Quartal 2017 unter rund 1.800 Frauen und Männern ab 20 Jahren, die die Wohnbevölkerung in Deutschland repräsentativ widerspiegeln. Die Studie erfasst das aktuelle Spar- und Anlageverhalten der Deutschen, ihre Risikobereitschaft, Gründe für und Zufriedenheit mit ihrem Anlageverhalten  sowie ihren Einstellungen zu Zinsen, regelmäßigen Erträgen („Income“) und Wünschen an eine gute Geldanlage. Weitere Informationen finden Sie hier